BACK KONZERTE


Bericht zum Konzert in der Kirche vom 25.11.2007:
(von Maya de Cassan)

Virtuose Finger - Rhythmus im Blut


Die Höngger Musik zog seine Zuhörer schon mit ihrem verträumten Eröffnungsstück "Polonaise" in Bann. Bei diesem von Anton Dvorak komponierten Werk zeigten sich die virtuosen Holzbläser und das imposante Blech von ganz gegensätzlichen Seiten. Danach folgte für die Zuschauer, die im prall gefüllten Kirchensaal Heilig Geist einen Blick in die Register werfen konnten, Unglaubliches: Das von Peter I. Tschaikowsky komponierte 10minütige Stück "Finale" war wohl mit seinen rhythmischen Tücken bereits eine Knacknuss in der Vorbereitung auf dieses Konzert. Volle Konzentration, schnelle Finger und Ausdauer verlangte dieses Werk dem gesamten Orchester ab.


 

Wer aber glaubte, dies wäre nicht zu steigern gewesen, wurde später bei der "Jazz Suite No. 2" eines Besseren belehrt. Das "Finale" wirkte wuchtig, sehr melodiös, facettenreich und machte gierig auf den eigentlichen Höhepunkt dieses Werkes. Anstelle der "Berceuse" folgte das berühmteste Werk von Tschesnokoff "Salavation is created". Das Stück war ein Ruhepool im gesamten Konzertprogramm und brachte so richtig das warme Klangbild des Musikvereins hervor. Bei der "Jazz Suite No. 2" konnte man sehen, wie viel Virtuosität und Rhythmus im Blut jedes Musikers steckten. Da wurde gespielt, gezählt, mit Füssen oder Köpfen den Rhythmus unhörbar geschlagen, die Körper schwankten. Trotz dem schwer zu spielenden Stück, war die Freude der Musiker über jeden gelungenen Einsatz dieses 6sätzigen Werkes zu spüren und die Zuhörer verdankten es ihnen mit einem riesigen Applaus.

 



"Das Grosse Tor von Kiew" von Mussorgsky zeigte die Schwere der russischen Musik. Der Funken sprang vom ersten Ton des Konzertes auf das Publikum rüber und zum Schluss konnten sich weder die Musiker noch die Zuhörer halten und schaukelten oder wippten mit dem Fuss mit. So erstaunte es nicht, dass die Höngger zwei Zugaben spielten: Den 4. Satz der "Cossack Folk Dances" vom Einheimischen Franco Cesarini und noch einmal, schon fast als klassischer Gassenhauer bekannte, "Waltz No. 2". Auch wenn es bei den gehörten Werken da und dort nicht in allen Registern aufgegangen war, so war es doch eine tolle musikalische Gesamtleistung. Einen herzlichen Dank für den unterhaltenden Abend an den Dirigenten, Bernhard Meier, den durchs Konzert mit viel Wissen vermittelten Ansager, Rolf Pulfer, und natürlich den MusikantInnen, die dieses technisch anspruchsvolle, aber durchaus melodiöse und Freude bringende Konzert überhaupt ermöglichten.

 



Vielen Dank:
An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich bei Maya de Cassan für das Schreiben des Konzertberichts wie auch für die gelungenen Schnappschüsse.


--> Link zum Bericht in der Zeitung Zürich Nord

Wieder nach oben