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Samstag, 17. März 2007
reformiertes Kirchgemeindehaus
Ackersteinstrasse 190, Zürich-Höngg

very british in Höngg

Ausverkauftes Haus, geniale Stimmung im Saal, engagierte Musiker und Musikerinnen am Samstagabend, 17. März, im ref. Kirchgemeindehaus

Mächtig erschallten die Fanfarenklänge der Trompeten im Werk „Robin Hood – Prince of Thieves“ und ausdrucksstark antworteten die (Jagd)Waldhörner als Teil des 70 Personen zählenden Blasorchesters des MV Eintracht Höngg. Der Bogenschütze aus dem Sherwood Forest war das letzte von vier Stücken im ersten Teil des Jahreskonzertes. Eröffnet wurde das Konzert mit der englischen Nationalhymne, gefolgt vom Stück „Gullivers Reisen“, das die von Jonathan Swift geschriebenen Erlebnisse der vier Reisen seines Helden in musikalischer Form erzählt. In der „Serenade for Wind Band“ erschuf Derek Bourgeois auf Anregung seiner Frau einen Hochzeitsmarsch, der kein Marsch im herkömmlichen Sinn sein durfte.

Die eingeladene Gastformation - The Pipes and Drums of Zurich -, die 2006 Schweizer Meister in ihrer Stärkeklasse geworden war und 2007 ihr 30jähriges Bestehen feiert, eroberten den Saal mit ihrem kraftvollen Spiel. Die alle auswendig gespielten Melodien aus den schottischen Hochebenen liessen eine gewisse Wehmut und Sehnsucht aufkommen und gaben dem Musikabend eine ganz spezielle Note.

Nach „James Bond 007“ lief der mit viel Witz und Charme durchs Programm führende Sprecher, Frédéric Voisard, – standesgemäss gekleidet in einem Kilt – erneut zur Hochform auf. Das Werk „British Sea Songs“ war geprägt von schwierigen Läufen, die die zahlreichen Holzbläser und –bläserinnen souverän meisterten. Hatte im „Robin Hood“ Eveline Schwegler auf ihrer Oboe mit ihrer musikalischen Virtuosität geglänzt, so interpretierte Thomas Spengler mit seinem Altsax das Lied „Music“ von John Miles gekonnt und mit viel Gefühl. Der Event erreichte einen stimmungsvollen Höhepunkt mit der Präsentation von „Highland Cathedral“, einer direkt ins Herz gehenden Melodie schottischer Herkunft; das Blasorchester fand sich mit The Pipes and Drums of Zurich zu einem Gesamtchor, der den Saal erbeben liess.

Solide, zielorientierte Aufbauarbeit der Vereinsverantwortlichen, seit Jahren gepflegte, beste Beziehungen zu Jugendmusikvereinen und eine durch den seit vier Jahren amtierenden Dirigenten, Bernhard Meier, konsequent geführte musikalische Weiterentwicklung des Orchesters haben nach dem 125-Jahr Jubiläum im 2006 erneut ein Highlight gesetzt. It was British music and spirit at its best!



Konzertbericht durch Hans-Ruedi Joss, Besten Dank für die Arbeit!



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